Über Yoga

Yoga - Meditation - Chakras

Beim Yoga geht es nicht nur ums Dehnen, Strecken, Kräftigen und Entspannen. Yoga ist ein ganzheitlicher Übungsweg, der nicht nur auf der Yoga-Matte oder im Yoga-Studio stattfindet, sondern auch draussen im Leben. Hier findest du eine kurze Erläuterung zu Yoga-Grundbegriffen.

Grundbegriffe

Yoga - die Vereinigung

Yoga ist eine über 5000 Jahre alte, indische philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen umfasst. Der Begriff Yoga bedeutet Vereinigung oder Integration. Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, oft mit einer eigenen Philosophie und Praxis. 

Ursprünglich war Yoga ein rein spiritueller Weg, der die Suche nach Erleuchtung durch Meditation zum Ziel hatte. Um ein möglichst müheloses Sitzen im Meditationssitz (z.B. Lotusitz) möglich zu machen, begann man, den Körper zu kräftigen, zu dehnen und zu mobilisieren. 

In Westeuropa und Nordamerika werden unter dem Begriff Yoga oft nur körperliche Übungen verstanden: die Asanas oder Yogasanas. Yoga umfasst aber weit mehr als nur Asanas. Die wichtigsten Aspekte neben den Asanas sind Pranayama (Atemübungen) und Dhyana (Meditation). Die philosophischen Grundlagen des Yoga wurden vor allem von Patanjali in den Yogasutras zusammengefasst, aber auch die Hatha Yoga Pradipika, Bhagavad Gita und die Upanishaden, andere wichtige indische Schriften, informieren über Yoga.

Yoga, wie es im Westen gelehrt wird, beruht auf einer modernen Form, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist, oft gekennzeichnet durch eine Übernahme westlicher esoterischer Ideen, westlicher Psychologie, physischem Training und wissenschaftlicher Annahmen durch englischsprachige und westlich ausgebildete Inder.

Im Westen steht der Erhalt oder die Förderung eines gesunden Körpers und Geistes im Vordergrund. Yoga kräftigt den Körper, regt den Kreislauf an, erhöht den Sauerstoffgehalt in den Blutbahnen, entgiftet und stärkt das Immunsystem. Die Übungen werden mit Achtsamkeit durchgeführt, wodurch das Körperbewusstsein erhöht wird. Meditation und Affirmationen helfen uns dabei, unseren Geist zur Ruhe zu bringen und eine positive, gesunde Haltung gegenüber uns selbst und unserem Körper zu schaffen. Mit Yoga kann der Mensch sein körperliches Potenzial zur vollen Entfaltung bringen und einen Weg finden, über sich selbst hinauszuwachsen.

Yoga ist ein System, das die Freude an der Bewegung mit der Möglichkeit des Aufbaus von Lebenskraft und Körperbewusstsein verbindet. 

Meditation - die höhere Praxis des Yoga

Meditation bedeutet so viel wie nachdenken, nachsinnen, überlegen, nach innen schauen. Meditation ist eine in vielen Religionen und Kulturen ausgeübte spirituelle Praxis. Meditation, so heisst es, öffnet die Türen des Selbst. Sie bringt unserem Körper zur Ruhe und die Seele ins Gleichgewicht.

Für viele Menschen ist es schwer vorstellbar, dass wir dafür nicht ins Kloster gehen müssen, sondern die inneren Ruhe, Gelassenheit und geistige Kraft auch im Alltag finden können. Jeder Mensch, der seine Aufmerksamkeit auf etwas richten und für einige Momenten dabei bleiben kann, kann meditieren.

Meditieren, heisst nichts anders als im Jetzt aufmerksam zu sein, von Augenblick zu Augenblick die Aufmerksamkeit nur einer Aufgabe schenken. E gibt unterschiedliche Techniken, aber alle haben dasselbe Ziel: die Ruhe der Gedanken im Geist.

Meditation führt, wenn regelmässig ausgeübt, zu mehr Durchblick, mehr Klarheit und Frieden.

Anahata - die Chakras

Anahata ist das vierte Chakra in der Reihe der sieben Hauptchakras, welche entlang der Wirbelsäule auf einer energetischen Bahn liegen. Das Anahata Chakra liegt im Herzbereich.

Chakras sind Energie- oder Bewusstseinszentren und befinden sich in einer energetischen Bahn im feinstofflichen Körper. Fliesst die Energie in den Chakras ungehindert, sind wir gesund und fühlen uns auf allen Ebenen wohl. Es fällt uns leicht, das Leben mit allen Sinnen zu geniessen. Sind diese Zentren aber blockiert, können Blockaden auf geistiger, seelischer und später auf körperlicher Ebene zu verschiedenen Krankheiten führen. Blockaden entstehen sowohl durch 'falsches' Denken und Fühlen, wie auch durch den negativen Umgang mit Körperfunktionen, zum Beispiel durch ungesunde Ernährung oder mangelnde Bewegung.

Anahata ist das Chakra, welches mit Liebe, Mitgefühl, Menschlichkeit, Geborgenheit, Offenheit und Toleranz verbunden ist. In einer Welt, in der Luxus, Geld und Macht so viel zählen, sind genau diese Themen als Gegensatz sehr wichtig, hilfreich und bedeutungsvoll.

"Wer liebt, ist angekommen"